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Aufforderung zur Absage des Symposiums „REMEMBERING WHAT HERZL STOOD FOR …“

  • von

Offener Brief an den Direktor der Diplomatischen Akademie Wien Amb. Dr. Emil Brix

Sehr geehrter Herr Botschafter Dr. Emil Brix!

November 2024

Aufforderung zur Absage des Symposiums “REMEMBERING WHAT HERZL STOOD FOR: THE PAST AND FUTURE OF ZIONISM” in der Diplomatischen Akademie Wien

Als Mitglieder und Unterstützer:innen der palästinensischen Solidaritätsbewegung bestehend aus ÖsterreicherInnen, PalästinenserInnen, MuslimInnen und JüdInnen, die sich für ein Ende des Genozids in Gaza und ein Ende der Unterdrückung der PalästinänserInnen einsetzen, fordern wir Sie auf, das oben genannte Symposium unverzüglich abzusagen.

Zu einer Zeit in der Israel vor den Augen der ganzen Welt in Gaza einen Völkermord begeht und die rassistische Ideologie des Zionismus offensichtlicher wird denn je, ehren Sie in Wien den Begründer des Zionismus anlässlich seines 120sten Todestages in Form eines Symposiums. 

Theodor Herzl ebnete den Weg zur Vernichtung und Vertreibung der indigenen Bevölkerung Palästinas mit der Aussage Palästina sei „ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“. Für die Errichtung eines jüdischen und demokratischen Staates war es essentiell, eine jüdische Mehrheit im Staatsgebiet zu erlangen. Es folgte die geplante ethnische Säuberung Palästinas von 1947 bis jetzt. Zwischen 1947 und 1949 wurden zumindest 700,000 PalästinenserInnen vertrieben oder ermordet. Die Nachkommen dieser Menschen leben immer noch in Flüchtlingslagern in den umliegenden arabischen Ländern. Wie die derzeitigen Entwicklungen im Nahen Osten zeigen, setzt sich diese Vertreibung und Vernichtung bis heute fort.

Am 29.11. begeht die Welt den internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk. Nur zwei Tage davor, wird von Ihnen jener Mensch geehrt, der die Ideologie begründete, die zu dieser – sich vor unseren Augen abspielenden Katastrophe – geführt hat.  

Erst vor einigen Tagen hat der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen Benjamin Netanjahu und dem ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant ausgestellt und wie folgt begründet: „Es gibt hinreichende Gründe für die Annahme, dass Netanjahu und Gallant als Mittäter für das Kriegsverbrechen des Aushungerns als Methode der Kriegsführung und für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form von Mord, Verfolgung und anderen unmenschlichen Handlungen strafrechtlich verantwortlich sind. 

Als Diplomat sollten Sie sich für die Umsetzung internationalen Rechtes einsetzen und die Taten, die Israel gerade verübt öffentlich verurteilen. Stattdessen beteiligen Sie sich an der Ehrung Theodor Herzls. 

Nach dem Holocaust haben wir uns als Menschheit das Versprechen gegeben, dass es niemals wieder zu solchen Katastrophen kommen darf. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das „Niemals Wieder“ für alle Menschen zu gelten hat. 

In Erwartung der Absage des Symposiums verbleiben wir

Palästina Solidarität Österreich

Erstunterzeichner:
Ellen Lewis, Mitbegründerin „Not in Our Name“ Wien, aus einer jüdischen
Familie stammend

Ernst Wolrab, Antifaschist, Kommunist, Palästina-Aktivist, Nachfahre von
antifaschistischen Widerstandskämpfern und jüdischen Opfern des Nazi-Terrors

Monika Vikoukal, Mitglied Judeobolschewiener:innen

Benjamin Fasching-Gray, Mitglied Judeobolschewiener:innen

Dalia Sarig, Mitbegründerin „Not in Our Name“ Wien,
Palästina-Aktivistin, aus einer jüdischen Familie stammend

Aufforderung zur Absage des Symposiums "REMEMBERING WHAT HERZL STOOD FOR"

Offener Brief an den Direktor der Diplomatischen Akademie Wien Amb. Dr. Emil Brix

Sehr geehrter Herr Botschafter Dr. Emil Brix! November 2024

Aufforderung zur Absage des Symposiums “REMEMBERING WHAT HERZL STOOD FOR: THE PAST AND FUTURE OF ZIONISM” in der Diplomatischen Akademie Wien

Als Mitglieder und Unterstützer:innen der palästinensischen Solidaritätsbewegung bestehend aus ÖsterreicherInnen, PalästinenserInnen, MuslimInnen und JüdInnen, die sich für ein Ende des Genozids in Gaza und ein Ende der Unterdrückung der PalästinänserInnen einsetzen, fordern wir Sie auf, das oben genannte Symposium unverzüglich abzusagen. Zu einer Zeit in der Israel vor den Augen der Welt in Gaza einen Völkermord begeht und die rassistische Ideologie des Zionismus offensichtlicher wird denn je, ehren Sie in Wien den Begründer des Zionismus anlässlich seines 120sten Todestages in Form eines Symposiums. Theodor Herzl ebnete den Weg zur Vernichtung und Vertreibung der indigenen Bevölkerung Palästinas mit der Aussage Palästina sei „ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“. Für die Errichtung eines jüdischen und demokratischen Staates war es essentiell, eine jüdische Mehrheit im Staatsgebiet zu erlangen. Es folgte die geplante ethnische Säuberung Palästinas von 1947 bis jetzt. Zwischen 1947 und 1949 wurden zumindest 700,000 PalästinenserInnen vertrieben oder ermordet. Die Nachkommen dieser Menschen leben immer noch in Flüchtlingslagern in den umliegenden arabischen Ländern. Wie die derzeitigen Entwicklungen im Nahen Osten zeigen, setzt sich diese Vertreibung und Vernichtung bis heute fort. Am 29.11. begeht die Welt den internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk. Nur zwei Tage davor, wird von Ihnen jener Mensch geehrt, der die Ideologie begründete, die zu dieser - sich vor unseren Augen abspielenden Katastrophe - geführt hat. Erst vor einigen Tagen hat der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen Benjamin Netanjahu und dem ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant ausgestellt und wie folgt begründet: „Es gibt hinreichende Gründe für die Annahme, dass Netanjahu und Gallant als Mittäter für das Kriegsverbrechen des Aushungerns als Methode der Kriegsführung und für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form von Mord, Verfolgung und anderen unmenschlichen Handlungen strafrechtlich verantwortlich sind. Als Diplomat sollten Sie sich für die Umsetzung internationalen Rechtes einsetzen und die Taten, die Israel gerade verübt öffentlich verurteilen. Stattdessen beteiligen Sie sich an der Ehrung Theodor Herzls. Nach dem Holocaust haben wir uns als Menschheit das Versprechen gegeben, dass es niemals wieder zu solchen Katastrophen kommen darf. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das „Niemals Wieder“ für alle Menschen zu gelten hat. In Erwartung der Absage des Symposiums verbleiben wir

Palästina Solidarität

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