Zum Inhalt springen

Für einen gerechten Frieden im Nahen Osten und gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Graz!

  • von

Petition für die Aufhebung des „BDS-Beschlusses“ im Grazer Gemeinderat

Solidarität mit PalästinaDer „BDS-Beschluss“ des Grazer Gemeinderates vom 14. November 2019 im Wortlaut:

„Städtische Dienststellen dürfen keine Veranstaltungen von Gruppierungen unterstützen, welche die Ziele der BDS-Bewegung (,Boycott, Divestment, Sanctions‘) verfolgen oder für diese werben.“

Was dieser Beschluss in der Praxis bedeutet:

  • Vereine und Initiativen, die sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennen, dürfen keine Räumlichkeiten der Stadt Graz benutzen (auch nicht entgeltlich).
  • Vereine und Initiativen, die Fördermittel von der Stadt Graz erhalten, dürfen nicht mit Vereinen und Initiativen, die sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennen, kooperieren. 

Zum Beispiel: Die Steirische Friedensplattform möchte einen Filmabend veranstalten und sucht dafür einen Raum. Eine von der Stadt Graz geförderte Kulturinitiative darf ihren Raum dafür nicht zur Verfügung stellen, weil die Steirische Friedensplattform sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennt. Dabei muss der gezeigte Film gar nicht für die BDS-Bewegung werben. 

Der „BDS-Beschluss“ sanktioniert also Gruppen allein aufgrund einer israel-kritischen Haltung ihrer Mitglieder, obwohl diese Haltung sowohl verfassungskonform ist, als auch auf einem konsequenten Eintreten für die Menschenrechte und das Völkerrecht beruht. Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall. 

Wir, die Unterzeichnenden, fordern die Aufhebung dieses Beschlusses. 

Was ist die BDS-Bewegung und welche Ziele verfolgt sie?

Das Kürzel „BDS“ steht für „Boykott, Desinvestition, Sanktionen“. Die zivilgesellschaftliche Bewegung BDS wurde 2005 gegründet und ist inzwischen weltweit verbreitet. Ihr Ziel ist, dass der Staat Israel das Völkerrecht und die Menschenrechte respektiert. Konkret lauten die Forderungen: vollständiger Abzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten (Westjordanland, Ostjerusalem, Gaza, Libanon und Syrien); volle Gleichberechtigung aller israelischen BürgerInnen, unabhängig von Religion und Ethnie; Umsetzung der UN-Resolution 194 über das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge. 

Die BDS-Bewegung will diese Ziele mit gewaltfreien Mitteln durchsetzen, und zwar durch Boykott von und Sanktionen gegen Unternehmen und Institutionen, die die israelische Politik der Vertreibung und Vernichtung der PalästinenserInnen direkt oder indirekt unterstützen und fördern. Ein weiteres Mittel ist der Abzug von Geld aus solchen Unternehmen und Institutionen (etwa durch den Verkauf von Unternehmensanteilen). Die BDS-Bewegung sammelt und verbreitet einschlägige Informationen über Unternehmen und Institutionen und ruft zu Boykott, Sanktionen und Desinvestition auf und fordert vor allem auch keine Kooperationen mit Israel im Rüstungsbereich.

Warum bekennt sich die Steirische Friedensplattform zu den Zielen der BDS-Bewegung?

Wir sind solidarisch mit dem unvorstellbar leidenden und in seiner Existenz bedrohten palästinensischen Volk und setzen uns für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel ein. Der Abzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten, ein Ende der Apartheid-Politik gegenüber nicht-jüdischen Bürger:innen Israels sowie die Umsetzung aller UN-Resolutionen zu Israel und Palästina sind dafür unabdingbar. 

Wir erachten Boykott, Sanktionen und Desinvestition als legitime Mittel, um Druck auf einen Staat auszuüben, der seit Jahrzehnten Völkerrecht und Menschenrechte mit Füßen tritt, UN-Resolutionen ignoriert, und seit mehr als zwei Jahren einen genozidalen Krieg gegen die Menschen in Gaza führt. 

Mit welcher Begründung wurde 2019 im Grazer Gemeinderat der BDS-Beschluss gefasst?

Der BDS-Beschluss beruht auf der Einschätzung, dass die BDS-Bewegung antisemitisch sei. Diese Einschätzung beruht auf der – fälschlichen – Gleichsetzung von Antisemitismus mit Antizionismus und Israel-Kritik. 

Ist die BDS-Bewegung antisemitisch, antizionistisch und/oder israel-kritisch?

Die BDS-Bewegung ist antizionistisch und israel-kritisch, aber nicht antisemitisch. Antisemitismus ist eine negative Einstellung gegenüber Menschen, weil sie einer bestimmten Ethnie angehören. Die BDS-Bewegung ist nicht antisemitisch, weil sie sich nicht gegen jüdische Menschen als Angehörige einer bestimmten Ethnie richtet. Auch anti-zionistische Jüd:innen unterstützen BDS.

Antizionismus ist eine negative Einstellung gegenüber der israelischen Staatsideologie, dem Zionis-mus. Zionismus ist der jüdische Nationalismus. Er beansprucht Vorrechte für das jüdische Volk. Anhänger des Zionismus erheben Anspruch auf das Gesamtgebiet Palästinas und Teile Syriens und des Libanon. Sie wollen auf diesem Gebiet einen Staat errichten, in dem nicht-jüdische Menschen allenfalls als Minderheit und ohne staatsbürgerliche Rechte geduldet sind. Dies bedeutet, dass die PalästinenserInnen mehrheitlich vertrieben oder ermordet werden müssen. Die BDS-Bewegung verurteilt diese Ideologie.

Für einen gerechten Frieden im Nahen Osten und gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Graz!

Petition für die Aufhebung des „BDS-Beschlusses“ im Grazer Gemeinderat

Der „BDS-Beschluss“ des Grazer Gemeinderates vom 14. November 2019 im Wortlaut:

„Städtische Dienststellen dürfen keine Veranstaltungen von Gruppierungen unterstützen, welche die Ziele der BDS-Bewegung (,Boycott, Divestment, Sanctions‘) verfolgen oder für diese werben.“

Was dieser Beschluss in der Praxis bedeutet:

• Vereine und Initiativen, die sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennen, dürfen keine Räumlichkeiten der Stadt Graz benutzen (auch nicht entgeltlich).
• Vereine und Initiativen, die Fördermittel von der Stadt Graz erhalten, dürfen nicht mit Vereinen und Initiativen, die sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennen, kooperieren. 

Zum Beispiel: Die Steirische Friedensplattform möchte einen Filmabend veranstalten und sucht dafür einen Raum. Eine von der Stadt Graz geförderte Kulturinitiative darf ihren Raum dafür nicht zur Verfügung stellen, weil die Steirische Friedensplattform sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennt. Dabei muss der gezeigte Film gar nicht für die BDS-Bewegung werben.

Der „BDS-Beschluss“ sanktioniert also Gruppen allein aufgrund einer israel-kritischen Haltung ihrer Mitglieder, obwohl diese Haltung sowohl verfassungskonform ist, als auch auf einem konsequenten Eintreten für die Menschenrechte und das Völkerrecht beruht. Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall.

Wir, die Unterzeichnenden, fordern die Aufhebung dieses Beschlusses.

Was ist die BDS-Bewegung und welche Ziele verfolgt sie? Das Kürzel „BDS“ steht für „Boykott, Desinvestition, Sanktionen“. Die zivilgesellschaftliche Bewegung BDS wurde 2005 gegründet und ist inzwischen weltweit verbreitet. Ihr Ziel ist, dass der Staat Israel das Völkerrecht und die Menschenrechte respektiert. Konkret lauten die Forderungen: vollständiger Abzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten (Westjordanland, Ostjerusalem, Gaza, Libanon und Syrien); volle Gleichberechtigung aller israelischen BürgerInnen, unabhängig von Religion und Ethnie; Umsetzung der UN-Resolution 194 über das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge. Die BDS-Bewegung will diese Ziele mit gewaltfreien Mitteln durchsetzen, und zwar durch Boykott von und Sanktionen gegen Unternehmen und Institutionen, die die israelische Politik der Vertreibung und Vernichtung der PalästinenserInnen direkt oder indirekt unterstützen und fördern. Ein weiteres Mittel ist der Abzug von Geld aus solchen Unternehmen und Institutionen (etwa durch den Verkauf von Unternehmensanteilen). Die BDS-Bewegung sammelt und verbreitet einschlägige Informationen über Unternehmen und Institutionen und ruft zu Boykott, Sanktionen und Desinvestition auf und fordert vor allem auch keine Kooperationen mit Israel im Rüstungsbereich.

Warum bekennt sich die Steirische Friedensplattform zu den Zielen der BDS-Bewegung?

Wir sind solidarisch mit dem unvorstellbar leidenden und in seiner Existenz bedrohten palästinensischen Volk und setzen uns für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel ein. Der Abzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten, ein Ende der Apartheid-Politik gegenüber nicht-jüdischen Bürger:innen Israels sowie die Umsetzung aller UN-Resolutionen zu Israel und Palästina sind dafür unabdingbar. Wir erachten Boykott, Sanktionen und Desinvestition als legitime Mittel, um Druck auf einen Staat auszuüben, der seit Jahrzehnten Völkerrecht und Menschenrechte mit Füßen tritt, UN-Resolutionen ignoriert, und seit mehr als zwei Jahren einen genozidalen Krieg gegen die Menschen in Gaza führt.

Mit welcher Begründung wurde 2019 im Grazer Gemeinderat der BDS-Beschluss gefasst? Der BDS-Beschluss beruht auf der Einschätzung, dass die BDS-Bewegung antisemitisch sei. Diese Einschätzung beruht auf der – fälschlichen – Gleichsetzung von Antisemitismus mit Antizionismus und Israel-Kritik.

Ist die BDS-Bewegung antisemitisch, antizionistisch und/oder israel-kritisch?

Die BDS-Bewegung ist antizionistisch und israel-kritisch, aber nicht antisemitisch. Antisemitismus ist eine negative Einstellung gegenüber Menschen, weil sie einer bestimmten Ethnie angehören. Die BDS-Bewegung ist nicht antisemitisch, weil sie sich nicht gegen jüdische Menschen als Angehörige einer bestimmten Ethnie richtet. Auch anti-zionistische Jüd:innen unterstützen BDS. Antizionismus ist eine negative Einstellung gegenüber der israelischen Staatsideologie, dem Zionis-mus. Zionismus ist der jüdische Nationalismus. Er beansprucht Vorrechte für das jüdische Volk. Anhänger des Zionismus erheben Anspruch auf das Gesamtgebiet Palästinas und Teile Syriens und des Libanon. Sie wollen auf diesem Gebiet einen Staat errichten, in dem nicht-jüdische Menschen allenfalls als Minderheit und ohne staatsbürgerliche Rechte geduldet sind. Dies bedeutet, dass die PalästinenserInnen mehrheitlich vertrieben oder ermordet werden müssen. Die BDS-Bewegung verurteilt diese Ideologie.

%%Deine Unterschrift%%

258 Unterschriften

Freunden mitteilen:

     

Neueste Unterschriften
258 Ayse Hul
257 Ilse Kurz Hausmannstätten Pensio0nistin
256 Rabia Gökmen Wiener Neustadt Kindererziehung
255 Aleyna Ekinci Innsbruck Studentin
254 Mücella Zıpır Gänserndorf Hausfrau
253 le lausch bolzano libera professionista
252 Alessio Giordano Brixen (IT) Journalist
251 Aysu Bektas Innsbruck Studentin
250 Salih Mahsenoglu Linz Angestellter
249 Dilara Arslan Innsbruck
248 N. Erkol Stockerau
247 Sevde Erkol Korneuburg
246 Saadet Südan Linz AMS
245 Julian El Jaafari Wien Software Sales Manager
244 Zehra Akboga Wien Studentin
243 Zeynep Kilinc Wien
242 Beyza Demirtaş Linz Schulerin
241 Fatma Demirtaş Linz
240 Reyhan Catoglu Duisburg
239 Seda Zara Wien
238 Selvi Özdogan Wien Schülerin
237 Rabia Şahin Rum Studentin
236 Nurgül Özgür Mils
235 Ebru Derin Betreuerin
234 Nour S Wien
233 Sevgi Kantarci Leonstein
232 Elif Mahsenoglu Linz
231 İlkay İrmak WIEN
230 Fadime Celepci Leonding Lehrerin
229 Halil Akalin Wien Schüler
228 Sükriye Yildiz Linz Assistentin
227 Farida Kadaewa Salzburg
226 Naciye Altintas Wien
225 Muhammed Altinta Wien
224 Ecem Yildirim
223 Cristina Chitu Wien
222 Fatma Celik Höchst Angestellte
221 Kadir Sen Baden/NÖ CNC/ EINSTELLER
220 Seyhan Özdemir Heidenreichstein Arbeiterin
219 Birkan Baran Marchegg Kanzleibedienstete
218 Nurcan Bestepe El Jaafari Wien IT Techniker in
217 Trresi Trresi Wien Kinderbetreuerin
216 Florian Gruber Linz
215 Sevde Koloğlu
214 Anna Zourek Wien
213 Claudia Donauer Herzogsdorf
212 Klaus Brenner Wien Pensionist und Geschäftsführer
211 Katharina Maunz Graz
210 Noah Damian Safranek
209 Dardan Cermjai Graz Student und nebenberuflich beschäftigt
258